Seit wann gibt es Halbaffen, Menschenaffen und Affen?     Top

Seit wann existieren Säugetiere auf der Erde? Wann lebten die frühesten Halbaffen? Wie heißen die frühesten Pferde? Gab es auch in Deutschland Menschenaffen? Waren die Mammute die größten Rüsseltiere? Antwort auf diese und viele andere Fragen gibt das Taschenbuch "Rekorde der Urzeit" des Wissenschaftsautors Ernst Probst aus dem Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kostheim. Nachfolgend eine Leseprobe aus diesem Buch:

Zu den ersten Säugetieren gegen Ende der Triaszeit vor mehr als 205 Millionen Jahren, die Insekten verzehrten, gehören die Gattungen Morganucodon (ähnelt einer Spitzmaus), Eozostrodon und Kuehneotherium. Der Gattungsname Kuehneotherium erinnert an den deutschen Paläontologen Walter Georg Kühne.

Die ältesten Halbaffen Deutschlands wurden in Walbeck, etwa 8 Kilometer nordöstlich von Helmstedt entfernt, gefunden. Zu ihnen gehörten der katzengroße Plesiadapis walbeckensis und der eichhörnchengroße Saxonella crepaturae, die im Paläozän vor etwa 60 Millionen Jahren lebten. Letzteres ist der älteste Abschnitt der Erdneuzeit. Halbaffen sind weniger entwickelt als die zeitlich später auftretenden Affen und Menschenaffen. Sie hatten beispielsweise ein kleineres Gehirn und schlechtere Augen, dafür jedoch noch einen besseren Riechsinn.

Das größte Säugetier im Paläozan vor etwa 65 bis 53 Millionen Jahren war das Uintatherium, das nach Skelettresten aus den Uinta-Bergen in Utah (USA) benannt wurde. Dieses so genannte „Ungeheuer von Uinta“ hatte eine Schulterhöhe von 2 Meter und eine Länge von 4 Meter. Auf seinem massigen Schädel trug es sechs Hörner, die ihm ein bizarres Aussehen verliehen. Zwei Hörner standen auf der Stirn, zwei über den Augen und zwei auf dem Maul. Der Körper dieses Tieres ähnelte dem eines Nashorns.

Die ersten Pelzflatterer segelten im Paläozän vor etwa 60 Millionen Jahren mit Hilfe von seitlich ausgespannten Flughäuten von Baum zu Baum. Der Pelzflatterer Planetetherium aus Nordamerika war 25 Zentimeter lang. Er trug kammartig gezackte Schneidezähne, von denen jeder etwa fünf Spitzen hatte.

Die ältesten Wale stammen von raubtierähnlichen, an Land lebenden Säugetieren ab, die das Wasser als neuen Lebensraum erkoren hatten. Aus Pakistan kennt man den etwa 50 Millionen Jahre alten Schädelrest einer Übergangsform namens Pakicetus, die sich teilweise an Land und im Wasser aufgehalten hat. Die ältesten Skelettreste von Walen in Deutschland sind in etwa 40 Millionen Jahre alten Schichten aus dem Eozän von Helmstedt (Niedersachsen) geborgen worden.

Die ältesten Pferde lebten im Eozän vor mehr als 50 Millionen Jahren in Nordamerika und Europa. Die in Amerika beheimatete Form wird Eohippus (Pferd der Morgenröte) genannt, diejenige aus Europa dagegen Hyracotherium. Heute weiß man, dass beide identisch sind, benutzt jedoch dessen ungeachtet weiterhin beide Begriffe. Eohippus und Hyracotherium waren kaum größer als heutige Füchse. Ihre Beine hatten noch keine Hufe, sondern Pfoten. An den vorderen Pfoten gab es vier und an den hinteren drei Zehen. Damit konnten diese Pferdeahnen rasch auf sumpfigen Urwaldböden laufen. Die damaligen Urpferde fraßen Blätter und Kräuter, Gras gab es noch nicht.

Der erste Säugetierfund aus der Grube Messel bei Darmstadt in Hessen war ein Kiefer des Urhuftiers Kopidodon macrognathus, das im Eozän vor etwa 45 Millionen Jahren lebte. Dieses Fossil wurde 1902 als Rest eines Affen fehlgedeutet, 1932 einem Urraubtier zugeschrieben und erst 1969 richtig als Urhuftier erkannt. Kopidodon (das Urhuftier) trug im Ober- und Unterkiefer furchterregende Eckzähne, woran sein Gattungsname erinnert. Kopidodon heißt nämlich zu deutsch „Säbelzahn“. Spätere Funde von komplett erhaltenen Skeletten zeigten, dass Kopidodon etwa 90 Zentimeter lang wurde.

Die am besten erhaltenen Fledermäuse aus dem Eozän vor etwa 45 Millionen Jahren wurden in der Grube Messel entdeckt. Im Mageninhalt der Fledermausart Palaeochiropteryx tupaiodon hat man sogar Reste von nachtaktiven Schmetterlingen nachgewiesen. Diese Jagdbeute sowie die kleinen Augen und der den heutigen Fledermäusen entsprechende Flugapparat deuten darauf hin, dass die Messeler Fledermäuse zum Beutefang bereits ein akustisches Ortungssystem mit Ultraschall besaßen.

Die ersten auf zwei Beinen laufenden Säugetiere wurden in der Grube Messel nachgewiesen. Dabei handelt es sich um die Insektenfresserarten Leptictidium auderiense (erinnert an ein kleines Känguruh), Leptictidium nasutum und Leptictidium tobieni, die im Eozän vor etwa 45 Millionen Jahren lebten. Ihre Hinterbeine waren länger als die Vorderbeine, mit denen sie ihre Nahrung greifen konnten.

Der kleinste Halbaffe aus der Urzeit dürfte der kaum mausgroße Nannopithex gewesen sein, der im Eozän vor etwa 45 Millionen Jahren in der Gegend des heutigen Geiseltals bei Halle/Saale in Sachsen-Anhalt auf Bäumen lebte. Er hatte scharfe Augen, ein sicheres Gleichgewichtsgefühl sowie Hände und Füße, die gut Zweige und dünne Äste umfassen konnten.

Der erste und einzige Ameisenbär aus Europa wurde von dem Fossiliensammler Gerhard Jores aus Darmstadt in der Grube Messel ausgegraben. Ihm zu Ehren erhielt dieses vom Kopf bis zur Schwanzspitze 86 Zentimeter lange Tier den wissenschaftlichen Namen Eurotamandua joresi. Der Messeler Ameisenbär lebte im Eozän vor etwa 45 Millionen Jahren. Er ähnelt der heutigen Gattung Tamandua, die teilweise auf Bäumen und auf dem Erdboden lebt.

Die ältesten Schuppentiere* wurden in der Grube Messel entdeckt. Dabei handelt es sich um Funde von Fossiliensammlern. Nach einem von ihnen, nämlich Rudolf Wald aus Frankfurt, hat man die Messeler Schuppentiere als Eomanis waldi bezeichnet. Diese Tiere existierten im Eozän vor etwa 45 Millionen Jahren und wurden etwa einen halben Meter lang.

*Der Körper der Schuppentiere ist fast vollständig von braunen, überlappenden Hornschuppen bedeckt. Die meisten Schuppentiere sind nachtaktiv, obwohl einige wenige Arten tagsüber aktiv sind. Als Schutz beim Schlafen und bei Gefahr rollt sich das Schuppentier zu einer festen Kugel zusammen und stellt die scharfkantigen Schuppen aufrecht; Weibchen rollen sich um ihre Jungen zusammen. Schuppentiere leben allein oder paarweise. Gewöhnlich wird nur ein Junges geboren, dessen Schuppen noch weich sind. Das Schuppentier besitzt keine Zähne, dafür aber eine lange, dünne und klebrige Zunge, mit der es Ameisen und Termiten aufleckt, die seine Hauptnahrung darstellen. Die Termitennester reißen Schuppentiere mit ihren langen, harkenähnlichen Vorderkrallen auf.

Als frühester Vorfahre der Igel wird der in der Grube Messel nachgewiesene „Schuppenschwanz“ (Pholidocercus hassiacus) betrachtet. Er lebte im Eozän vor etwa 45 Millionen Jahren. Das Tier wurde maximal 35 Zentimeter lang, Kopf und Rumpf waren etwa 20 Zentimeter lang. Auf den Schwanz entfielen bis zu 15 Zentimeter. Der Schwanz steckte in einer Röhre von Knochenschuppen, die mit Hornschuppen bedeckt war, worauf der Name „Schuppenschwanz“ beruht. Auf der Stirn hatte dieses Tier eine Hornplatte. Der Rücken war durch abspreizbare Haare geschützt. Mit den langen gespaltenen Krallengliedern hat Pholidocercus im Laub des Waldbodens nach Pflanzen und Insekten gegraben.

Die ersten Tapire in Deutschland sind aus dem Eozän vor etwa 45 Millionen Jahren nachweisbar. Als größte im Geiseltal bei Halle/Saale vertretene Gattung gilt das bis zu 2,50 Meter lange und 1 Meter hohe Lophiodon. Im hessischen Messel existierte der kleinere Tapir Hyrachius minimus mit einer Schulterhöhe von 60 Zentimeter.

Die längste Säbelzahnkatze erschien im Eozän vor weniger als 40 Millionen Jahren in Europa und gelangte einige Jahrmillionen später im Oligozän über die Bering-Landbrücke im heutigen Bering-Meer nach Nordamerika. Diese Eusmilus genannte Säbelzahnkatze erreichte wie ein heutiger Leopard eine Gesamtlänge von etwa 2,50 Meter. Ihr Kiefergelenk war so gebaut, dass das Tier das Maul besonders weit aufreißen konnte.

Als größtes fleischfressendes Landsäugetier gilt die 4 Meter lange Gattung Andrewsarchus (wolfsähnlich, aber um einiges größer) aus Asien im Eozän vor weniger als 40 Millionen Jahren. Allein der Schädel war fast 1 Meter lang. Andrewsarchus war vermutlich ein Aasfresser.

Die ersten Kamele der Gattung Protylopus im Eozän vor weniger als 40 Millionen Jahren waren nur so groß wie Kaninchen. Sie erreichten maximal eine Gesamtlänge von 50 Zentimetern. Diese Tiere kamen in Nordamerika vor, wo sie sich von weichem Laub ernährten.

Als erstes krallenfüßiges „Huftier“ wird das im Eozän vor weniger als 40 Millionen Jahren in Nordamerika und Asien heimische Eomoropus (ähnelt dem Urpferd) angesehen. Es hatte einen pferdeartigen Kopf und Körper, statt Hufen jedoch lange Krallen an den Beinen. Es lebte im Wald und fraß Laubblätter. Krallenfüßige „Huftiere“ lebten vor etwa 12 Millionen Jahren im Miozän auch in Mitteleuropa. Die in Deutschland vorkommende Art Chalicotherium goldfussi war bei aufgerichteter Körperhaltung fast 3 Meter hoch. Tiere dieser Spezies konnten mit der hakenförmigen Hand Äste herunterziehen und so an die Blätter in höheren Regionen gelangen. Die meisten krallenfüßigen „Huftiere“ sind in einer Felsspalte bei Neudorf an der March in der Tschechoslowakei entdeckt worden. Dort fand man Reste von fast 60 Exemplaren.

Die ersten Bärenhunde, eine Mischung aus Bär und Hund, erschienen im Eozän vor weniger als 40 Millionen Jahren in Europa. Einer ihrer frühesten Vertreter war die Gattung Pseudocyonopsis. Diese Tiere fraßen Fleisch von Beutetieren, aber auch Früchte.

Die ältesten Seekühe Deutschlands schwammen im Oligozän vor etwa 30 Millionen Jahren im Meer. Besonders prächtige Funde wurden in Rheinhessen (Rheinland-Pfalz) entdeckt. Sie stammen von Seekühen der Gattung Halitherium. Letztere ist auch aus der Niederrheinischen Bucht und der Leipziger Bucht bekannt.

Die ersten Hirsche sind im Oligozän vor mehr als 30 Millionen Jahren in Asien aufgetaucht. Der frühe Hirsch Eumeryx trug auf seinem langen und niedrigen Schädel noch kein Geweih. Die männlichen Tiere hatten dolchartige Eckzähne im Oberkiefer wie das heutige Wassermoschustier.

Das größte Landsäugetier war das 6 Meter hohe, 9 Meter lange und 30 Tonnen schwere homlose Nashorn Baluchitherium. Es lebte im Oligozän vor mehr als 25 Millionen Jahren in Asien, unter anderem in Baluchistan (Pakistan). Dieser Gigant hatte einen fast 1,50 Meter langen Schädel und einen 2,50 Meter langen Hals. Vom Aussehen her wirkte dieses Tier eher wie ein riesiges Pferd als wie ein Nashorn. Das Baluchitherium äste Laub von den Bäumen. Ähnlich sah das etwa zur selben Zeit in Europa vorkommende Indricotherium aus.

Die ersten Affen sind im Oligozän vor mehr als 25 Millionen Jahren in Afrika erschienen. Einer von ihnen ist der damals in Ägypten heimische schwanzlose Aegyptopithecus zeuxis. Er war so groß wie ein Gibbon und hangelte sich mit seinen Armen im Geäst von Bäumen. Dieser frühe Affe gilt als möglicherweise letzter gemeinsamer Ahne von Menschenaffen und Menschen.

Der älteste Hase Europas, Shamolagos franconicus genannt, ist in Möhren bei Treuchtlingen in Mittelfranken (Bayern) entdeckt worden. Er existierte im Oligozän vor mehr als 25 Millionen Jahren. Seine niedrigkronigen Zähne zeigen, dass er weniger harte Pflanzennahrung als heutige Hasen fraß.

Das älteste Flughörnchen Europas wurde in Möhren bei Treuchtlingen nachgewiesen. Der Fund stammt aus einer mehr als 25 Millionen Jahre alten Spaltenfüllung aus dem Oligozän und wird Oligopetes genannt. Flughörnchen sind nachts aktiv und können mit Hilfe von zwischen den Vorder- und Hinterbeinen gespannten Flughäuten kurze Strecken segeln, nachdem sie von einem Baum gesprungen sind.

Die ältesten Rüsseltiere sind die so genannten „Hauer-Elefanten“ oder Dinotherien (auch Deinotherien genannt). Der Name „Hauer-Elefant“ bezieht sich auf die kräftigen Stoßzähne im Unterkiefer, die nach unten und hinten gekrümmt waren. Der wissenschaftliche Name Dinotherium (oder Deinotherium heißt zu deutsch „Schreckenstier“. Die älteste Art dieser Rüsseltiere war das im Miozän vor etwa 22 Millionen Jahren existierende Dinotherium bavaricum, das nicht nur, wie man wegen seines Artnamens meinen könnte, in Bayern, sondern auch in anderen Teilen Mitteleuropas sowie in Afrika und Vorderasien verbreitet gewesen ist.

Der älteste Otter war der im Miozän vor etwa 20 Millionen Jahren in Europa heimische Potamotherium. Fossilien dieses maximal 1,50 Meter langen Tieres wurden in Frankreich und Deutschland gefunden. Potamotherium gilt wegen seines stromlinienförmigen Körpers und der biegsamen Wirbelsäule als guter Schwimmer.

Die ersten Menschenaffen erschienen im Miozän vor etwa 20 Millionen Jahren in Afrika. Zu den frühesten Formen in Afrika gehört der Menschenaffe Proconsul, der als Vorfahre des Gorillas diskutiert wird. Er ging meistens auf vier Beinen, konnte sich aber kurzfristig auch auf zwei Beinen fortbewegen. In Asien gelten die ab etwa 15 Millionen Jahren nachweisbaren Gattungen Sivapithecus und Ramapithecus als früheste Menschenaffen. Ramapithecus wurde früher wegen seines menschenähnlichen Gebisses als Stammvater der Menschenartigen angesehen. Später erkannte man, dass er mehr mit dem Orang-Utan verwandt ist als mit Menschen. Die Menschenaffen sind höher entwickelt als Halbaffen und Affen. Sie haben beispielsweise ein größeres Gehirn und ein haarloses Gesicht, mit dem sie ihre augenblickliche Stimmung ausdrücken können.

Die ersten Bären der Gattung Ursavus aus dem Miozän vor etwa 20 Millionen Jahren hatten nur die Größe heutiger Wölfe.

Das kleinste Wildschwein lebte im Miozän vor etwa 20 Millionen Jahren in den Sumpfwäldern Europas. Die ausgewachsenen Exemplare dieser Gattung, die Choeritherium oder Taucanamo genannt wird, erreichten nur die Größe heutiger Ferkel.

Die kleinsten Nashörner trabten im Miozän vor etwa 20 Millionen Jahren in Europa. Sie waren nur 85 Zentimeter groß, wie ein bereits 1911 in Budenheim bei Mainz entdecktes Skelett zeigt. Der Fund heißt Dicerorhinus tagicus moguntianus. Dieses hornlose Nashorn gilt als Vorläufer des heutigen Sumatra-Nashoms (Dicerorhinus sumatraensis), das eine Schulterhöhe von maximal 1,50 Meter erreicht.

Als das erste Gras fressende Urpferd gilt das schafgroße, etwa 1 Meter hohe Merychippus aus Nordamerika, das im Miozän vor etwa 20 Millionen Jahren existierte. Die Umstellung von der weichen Blätternahrung zur harten Grasnahrung ließ sich am Bau der Zähne feststellen. Das hochkronige Gebiss von Merychippus eignete sich besser für den Verzehr von zähen Gräsern als die niedrigkronigen Zähne seiner Vorgänger. Gras ist nämlich durch Kieselsäureeinlagerungen härter als Laub und nutzt die Zähne stärker ab. Merychippus hatte einen längeren Hals als seine Vorfahren. Seine Füße hatten drei Zehen, das Körpergewicht lastete jedoch nur jeweils auf der mittleren. Die beiden seitlichen Zehen reichten nicht mehr bis zum Erdboden.

Der älteste Menschenaffenfund aus Deutschland wurde 1898 aus rund 15 Millionen Jahre alten Ablagerungen von Stätzling bei Augsburg in Bayern gemeldet. Dort hatte man einen Unterkieferrest des gibbongroßen Menschenaffen Pliopithecus antiquus entdeckt.

Die ältesten Verwandten von Giraffen kamen im Miozän vor etwa 15 Millionen Jahren in Deutschland vor. Dieses Palaeomeryx genannte Tier hatte etwa die Größe von heutigen Rothirschen. An Skelettresten dieser Tierart aus China ist ersichtlich, dass die männlichen Exemplare von Paleomeryx auf dem Schädel knöcherne Fortsätze trugen. Palaeomeryx hielt sich im Wald auf und ernährte sich dort von Blättern.

Der jüngste Fund einer Beutelratte in Europa stammt aus dem Miozän vor etwa 13 Millionen Jahren und gelang in Oggendorf bei Augsburg in Bayern. Es handelte sich um einen Backenzahn. Heute kommen Beutelratten nur noch in Amerika, Australien und auf benachbarten Inseln vor.

Der historisch erste Fund eines fossilen Menschenaffen glückte 1820 bei Eppelsheim in Rheinland-Pfalz. Damals wurde der etwa 28 Zentimeter lange Oberschenkelknochen des Menschenaffen Dryopithecus fontani entdeckt. Er lebte im Miozän vor etwa 12 Millionen Jahren am Urrhein und erreichte bei aufgerichteter Körperhaltung eine Höhe von etwa 1,20 Meter.

Das größte Kamel existierte im Pliozän vor weniger als 5,3 Millionen Jahren in Nordamerika. Es hatte eine Schulterhöhe von etwa 3,50 Meter und wird Titanotylopus genannt. Vielleicht trug dieses Riesenkamel noch keinen Fetthöcker. Letzterer ist eine Anpassung an die Nahrungsmittel- und Wasserknappheit in besonders trockenen Lebensräumen.

Die ältesten Reste von Flusspferden in Deutschland wurden in mindestens 1,2 Millionen Jahre alten Schichten der Werra bei Untermaßfeld (Thüringen) entdeckt. Sie stammen aus einem klimatisch milden Abschnitt des Eiszeitalters, der nach einem holländischen Fluss als Waal-Warmzeit bezeichnet wird. Geologisch jünger sind die Flusspferdreste aus dem Rhein. Sie werden in die Zeit vor mehr als 500.000 Jahren datiert. Die letzten Flusspferde im Rhein gab es vor etwa 120.000 Jahren.

Der älteste Fund von einem Geparden in Deutschland glückte bei Untermaßfeld in Thüringen. Es handelt sich um den mindestens 1,2 Millionen Jahre alten Schädel der Art Acinonyx pardinensis aus der Waal-Warmzeit. Er kam in Ablagerungen der Werra zum Vorschein.

Die ältesten und größten Löwen Deutschlands jagten während der Cromer-Warmzeit vor mehr als 500.000 Jahren bei Wiesbaden in Hessen und bei Heidelberg in Baden-Württemberg. Die Cromer-Warmzeit ist nach einem englischen Fundort benannt. Die Löwen aus der Wiesbadener und Heidelberger Gegend waren fast so lang wie die größten Löwen der Erdgeschichte in Kalifornien vor mehr als 12.000 Jahren, die eine Rekordlänge von maximal 3,60 Meter erreichten. Der wissenschaftliche Name der vor über einer halben Million Jahren in Deutschland lebenden Löwen lautet Panthera leo fossilis. Skelettreste dieser Raubkatzen werden im Naturhistorischen Museum Mainz und im Geologisch-Paläontologischen Institut der Universität Heidelberg aufbewahrt. Zeitgenossen jener Löwen waren unter anderem Säbelzahnkatzen, Jaguare und Geparden.

Die größten eiszeitlichen Säbelzahnkatzen Europas existierten vor mehr als 500.000 Jahren in einem klimatisch milden Abschnitt des Eiszeitalters. Ihre Art wird Homotherium crenatidens genannt. Sie war bis zu 1,90 Meter lang und 1 Meter hoch. Homotherium crenatidens hatte einen großen und schweren Kopf, zwei mehr als fingerlange Reißzähne im Oberkiefer, einen gedrungenen Körper und kräftige Beine.

Die größten und schwersten Geparden streiften im Eiszeitalter vor mehr als 500.000 Jahren durch Europa. Nach ihren Skelettresten zu schließen, waren diese Raubkatzen der Art Acinonyx pardinensis größer und schwerer als die heutigen asiatischen und afrikanischen Geparden, die einen 1,35 Meter langen Körper und einen bis zu 75 Zentimeter langen Schwanz haben.

Als einer der größten Wölfe gilt der im Eiszeitalter vor mehr als 500.000 Jahren in Deutschland existierende Xenocyon. Skelettreste von ihm wurden in der Gegend von Wiesbaden in Hessen und von Würzburg in Bayern entdeckt.

Die größten Elefanten sind die Waldelefanten und Steppenelefanten im Eiszeitalter gewesen. Sie hatten eine Schulterhöhe von maximal 4,50 Meter. Die Laub fressenden Waldelefanten lebten in Warmzeiten des Eiszeitalters. Die Gräser, Moose und Flechten verzehrenden Steppenelefanten dagegen behaupteten sich in Kaltzeiten und hatten vermutlich ein Fell. Besonders große Bullen der Steppenelefanten trugen bis zu 4,50 Meter lange Stoßzähne.

Die ältesten Rehe in Mitteleuropa wurden 1956 nach Skelettresten aus Süßenborn bei Weimar in Thüringen beschrieben. Sie sind etwa 400.000 Jahre alt und stammen aus einer Kaltzeit des Eiszeitalters.

Die ältesten Funde von Moschusochsen in Deutschland werden in die Mindel-Eiszeit vor etwa 400.000 Jahren datiert und heißen Praeovibos schmidtgeni. Die Moschusochsen sind keine Rinder, sondern Wildschafe, die eine Höhe von maximal 1,40 Meter und eine Länge von 2,45 Meter erreichen. Im Winter hängen ihre langen Haare bis zum Boden.

Die ältesten Wasserbüffel Deutschlands haben in der Holstein-Warmzeit vor etwa 300.000 Jahren gelebt. Diese Art wird nach dem Fundort Steinheim an der Murr in Baden-Württemberg Bubalus murrensis genannt. Auch in anderen Gegenden Deutschlands wurden Reste von Wasserbüffeln entdeckt, bei einigen von ihnen ist das geologische Alter jedoch umstritten. Sie können auch in der Eem-Warmzeit vor etwa 120.000 Jahren gelebt haben.

Die meisten Löwenfunde in Europa stammen von eiszeitlichen Höhlenlöwen (Panthera leo spelaea). Skelettreste dieser bis zu 2,30 Meter langen und 90 Zentimeter hohen Raubkatzen wurden in Frankreich, Deutschland, Holland, England, der Schweiz, Österreich und in der Tschechoslowakei häufig gefunden. Der Höhlenlöwe ist 1810 nach einem Schädelfund aus der Burggaillenreuther Zoolithenhöhle bei Muggendorf in Oberfranken (Bayern) erstmals beschrieben worden. In Mitteleuropa starben die Höhlenlöwen vor mehr als 12.000 Jahren aus, auf dem Balkan behaupteten sie sich bis vor etwa 2.000 Jahren. Höhlenlöwen sind auf eiszeitlichen Kunstwerken abgebildet.

Die kleinsten Elefanten in Mitteleuropa waren die eiszeitlichen Mammute. Die Art Mammuthus primigenius erreichte mit einer Schulterhöhe von etwa 3 Metern nicht einmal die Maße des heutigen Afrikanischen Elefanten (Loxodonta africana). Begriffe wie Mammutprogramm oder Mammutsitzung im Sinne von etwas besonders Großem sind also fehl am Platze. Die Mammute existierten vor etwa 25.0000 bis 12.000 Jahren in Europa, aber auch in Asien, Amerika und Afrika. Sie sind durch ein dichtes Fell mit bis zu 35 Zentimeter langen Wollhaaren und darüber liegenden Deckhaaren gut gegen Kälte geschützt gewesen. Außerdem hatten sie eine 3 Zentimeter dicke Haut und eine dicke Fettschicht. Ihre Stoßzähne waren bis zu 4 Meter lang und wogen pro Exemplar 3 Zentner. Damit konnten sie den Schnee wegschaufeln, um an die darunter befindliche pflanzliche Nahrung zu gelangen. Über das Aussehen der Mammute weiß man gut Bescheid, weil in Sibirien und Alaska insgesamt mehr als 40 Kadaver im Dauerfrostboden geborgen wurden.

Die meisten Nashornfunde in Europa stammen vom eiszeitlichen Fellnashorn (Coelodonta antiquitatis), das sich zwischen etwa 250.000 und 12.000 Jahren behauptete. Dieses Tier war maximal 1,60 Meter hoch und etwa 3 Meter lang. Auf der Nase trug es ein bis zu 1 Meter langes Horn, das zweite auf der Stirn war etwas kürzer. Von Fellnashörnern konnten im Dauerfrostboden Sibiriens sogar Kadaver mit Fleisch, Haut und Haaren geborgen werden. Skelettreste von Fellnashörnern wurden im Mittelalter häufig Drachen zugeschrieben. So diente beispielsweise ein 1335 bei Klagenfurt in Österreich entdeckter Schädel eines Fellnashorns 1590 als Vorbild für den Drachenkopf des Lindwurmbrunnens in Klagenfurt.

Als größter Hirsch gilt der bis zu 2,50 Meter lange Europäische Riesenhirsch (Megaloceros), der vor etwa 120.000 Jahren in Europa und Asien weit verbreitet war. Dieses Tier trug ein Geweih mit einer Spannweite bis zu 3,70 Meter und einem Gewicht von mehr als 1 Zentner, was etwa einem Drittel seines Gesamtgewichtes entsprach.

Der größte Löwe war der Amerikanische Höhlenlöwe (Panthera leo atrox), der gegen Ende des Eiszeitalters vor mehr als 12000 Jahren in Kalifornien jagte. Diese Raubkatze maß vom Kopf bis zur Schwanzspitze maximal 3,60 Meter. Davon entfielen etwa 2,40 Meter auf den Körper und 1,20 Meter auf den Schwanz. Zum Vergleich: die größten in der Zeit von 1700 bis heute erlegten Löwen aus Südafrika (Kapland) erreichten nur eine Gesamtlänge von 3,25 Meter und in Ostafrika von 3,33 Meter. Die Amerikanischen Höhlenlöwen hatten gegenüber normalen Löwen einen um einen halben Meter längeren Körper. Skelettreste von dieser gewaltigen Raubkatze wurden vor allem in der Gegend von Los Angeles geborgen.

Die ältesten Löwenspuren Europas wurden 1992 bei Baggerarbeiten für ein neues Klärwerk an der Emscher bei Bottrop in Nordrhein-Westfalen entdeckt. Die zehn Meter lange Fährte stammt von einem Höhlenlöwen aus der Würm-Eiszeit und entstand vor schätzungsweise 50.000 Jahren. Sie wird aus 32 Pfotenabdrücken gebildet und von Pferde- und Wisentspuren gekreuzt.

Die meisten Skelettreste von eiszeitlichen Höhlenbären (Ursus spelaeus) wurden in der Drachenhöhle von Mixnitz in der Steiermark (Österreich) gefunden. Darin barg man Knochen von mehr als 30.000 Höhlenbären, die dort im Laufe von Jahrtausenden gestorben waren. Die kräftigen Höhlenbären erreichten in aufgerichtetem Zustand eine Höhe von bis zu 2 Meter. Auch in deutschen Höhlen wurden beachtliche Mengen von Höhlenbärenknochen entdeckt. So hat man beispielsweise in der Petershöhle bei Velden in Mittelfranken (Bayern) die Reste von mindestens 1500 Höhlenbären ausgegraben.

Die kleinsten Elefanten waren die nur 1 Meter Schulterhöhe erreichenden Zwergelefanten auf den Mittelmeerinseln Kreta, Zypern, Malta und Sizilien. Bei ihnen handelt es sich um Nachkömmlinge von Waldelefanten, die sich während kalter Klimaphasen des Eiszeitalters ins Mittelmeergebiet zurückgezogen hatten. Dort wurde ein Teil von ihnen in Warmzeiten durch Ansteigen des Meeresspiegels auf einigen Inseln isoliert und verkümmerte allmählich. Zwergelefanten sind im Frankfurter Senckenberg-Museum zu sehen.

Als größtes Faultier gilt das vor etwa 10.000 Jahren in Amerika ausgestorbene Megatherium. Es war größer als ein heutiger Elefant und konnte sich 6 Meter hoch aufrichten, um Blätter von den Bäumen zu fressen.





Die menschliche Evolution     Top

Darwins Evolutionstheorie von der Entwicklung der Arten durch Mutation und Selektion ist heute wissenschaftlich unbestritten anerkannt. Nach der Entstehung des Lebens vor etwa 3,1 Milliarden Jahren in vulkanischen Urpfützen unter ganz anderen atmosphärischen Verhältnissen entwickelte sich das Leben zuerst im Meer weiter. Vor 600 Millionen Jahren entwickelten sich als erste Pflanzen die Algen. Die Rahmenbedingungen auf der Erde änderten sich in den letzten Milliarden Jahren sehr. Die Atmosphäre verlor den größten Teil des Kohlendioxyds und enthält jetzt viel Sauerstoff. Der Kohlenstoff wurde in Kalkablagerungen und auch in fossilen Brennstoffen (Öl z.B. in Ölschiefer und Kohle) gebunden. Das Meer enthält jetzt viel mehr Salz. Unser Blut entspricht in seiner Zusammensetzung weitgehend dem Urmeer. Das Land wurde mehrmals von Wassertieren erobert, so kamen vor einigen hundert Millionen Jahre Lungenfische an Land und entwickelten sich zu Lurchen. Aus Lurchen entwickelten sich Echsen. Aus Echsen wurden Vögel, Saurier, und Säugetiere z.B. Beuteltiere und vor etwa 50 - 80 Millionen Jahren die Primaten. Die Primaten entwickelten sich unter anderem zu Affen. Vor etwa 25 Milliarden Jahren lebten Dryopithecinen (ausgestorbene Menschenaffen) in Afrika und Asien. Aus ihnen entwickelten sich die Menschenaffen (Pongiden), von denen heute die Gibbons und Urang-Utans in Asien leben. Bis vor 0,5 Millionen. Jahren (500.000 Jahre) lebte auch Giganthipecus in Asien. Die Gorillas u. Schimpansen/Zwergschimpansen, sowie die Hominiden (Menschen) in Afrika. Systematisch sind uns Schimpanse und Gorilla mehr verwandt als Gibbon und Urang Utan. Die Definition der Pongiden (pongid = affenähnlich: hominid = menschenähnlich) ist eigentlich also fehlerhaft. Es ist falsch den Menschen aus der Systematik herauszunehmen.

In Asien lebte auch Gigantipecus, über den wir nur sehr wenig wissen. War er eine Art Homminider, welcher vor Homo-Erektus aus Afrika kam oder war er eine asiatische Weiterentwicklung von Dryophitecus? (Der Dryopithecus ist ein vor 4Millionen Jahren ausgestorbener Menschenaffe.) Ist er wirklich ausgerottet oder ist der Yeti ein überlebender Giganthepecus im Himalaja? Es wurden ja auch erst 1995 Wildpferde in Tibet entdeckt. Ein anderer Zweig waren die Menschenaffen Afrikas. Dieser Zweig spaltete sich vor etwa 7 bis 15 Millionen Jahren in drei bzw. vier Arten auf, den Gorillavorfahren, den Schimpansen-Vorfahren und den Homminiden (Menschenvorfahren), vielleicht auch den Giganthipecus-Vorfahren. Gemeinsamer Vorfahre war der Dryopithecus. Er lebte im Buschland. Dieser Aufspaltungsprozess dauert bei deren Generationenfolge mehrere hunderttausend Jahre bis zur sozialen Artaufspaltung und wahrscheinlich mehrere Millionen Jahre bis zur absoluten biologischen Aufspaltung.

Schimpanse und Mensch spalteten sich vielleicht etwas später auf. Hier spielte der Lebensraum eine Rolle. Wahrscheinlich eroberte der Vorfahre des Gorilla den Urwald, während der Mensch sich in der offnen Savanne entwickelte. Der Schimpanse lebt heute im Buschwald und Urwald West- und Zentralafrikas. Nach der heute herrschenden Auffassung entwickelte sich der Mensch in den ostafrikanischen Savannen, während sich der Schimpanse im westafrikanischen Buschland entwickelte. Die tropischen Regenwälder Zentralafrikas sorgten für die Isolierung zwischen den Vorfahren des Menschen und denen des Schimpansen. Diese herrschende Lehre ist aber logisch schon problematisch, denn es gab genug Übergangszonen und Berührungszonen, die eine völlige Isolierung eigentlich ausschließen. Vielleicht spielte aber doch die geografische Trennung zwischen Afrika und Asien eine Rolle. Biologische und soziale Artentrennung sind nicht identisch. Die soziale Artentrennung wird durch eine geografische Trennung vorbereitet.

So sind Tiger und Löwe sozial eigenständige Arten, aber keine biologischen Arten. Ihre Mischlinge können fruchtbare Nachkommen haben. Der Hund stammt nicht nur vom Wolf ab, sondern auch vom asiatischen Wildhund (es ist praktisch der Wolf des südlichen Asiens. Der Dingo ist praktisch mit dem asiatischen Wildhund identisch. Es gibt hier noch einen ständigen genetischen Austausch. Der Dingo lässt sich problemlos mit anderen Hunden und dem Wolf der nördlichen Erde mischen. Wann sich der Mensch, Giganthipecus, Gorilla und Schimpanse genau als biologische Art trennte ist unbekannt. Neue Urmenschenfunde in Zentral u. Nordafrika belegen, das Urmenschen schon vor 7 Millionen Jahren weite Gebiete Afrikas besiedelten, also auch Gebiete in denen die Menschenaffen lebten. So konnten sich früh wieder Unterarten/Rassen des Urmenschen bilden. Spätere Vermischungen können dann zu Entwicklungssprüngen geführt haben.

Der Schimpanse ähnelt dem Menschen etwas stärker als andere Menschenaffen, weil er ihm in der zeitlichen Entwicklung näher steht und weil er auch im Buschland lebt, wie es auch ein Teil der Australopethicinen tat. (Der Australopithecus africanus ist eine Vormenschen-Art.) Auch Giganthipecus führte ein ähnliches Leben, wie die Hominiden. Die Verhaltensforscherin Jane Godale hat hier mit vielen Vorurteilen gegenüber den Schimpansen als drollige Vegetarier aufgeräumt.  Schimpansen jagen, um Fleisch zu essen. Es kommt auch zu Kannibalismus. Die männlichen Schimpansen führen auch Krieg um Territorien, bei denen sie fremde Männchen verletzen oder sogar töten. Die Weibchen bewegen sich in mehreren Männerterritorien. Eine feste Paarbildung gibt es nicht. Der soziale Kontakt zwischen Kindern und ihrer Mutter und zwischen gleichgeschlechtlichen Geschwistern bleibt ein Leben lang erhalten, also zwischen Brüdern oder zwischen Schwestern. Bei den Zwergschimpansen ist die Sexualität sogar sehr viel stärker ausgeprägt, als beim Menschen und den anderen Tieren. Sie hat starke soziale Funktion. Der Zwergschimpanse aus dem zentralafrikanischen Urwald unterscheidet sich im sozialen Verhalten sehr von den Schimpansen in Westafrika, bildet aber keine eigene biologische Art. Es gibt ein Übergangsgebiet. Der westafrikanische Schimpanse ist aggressiver und weniger sexuell aktiv als der Zwergschimpanse.

Ein großes Problem ist, wann die unterschiedliche Chromosomenzahl auftrat. Der Mensch hat 46 Chromosomen, Schimpansen und Gorillas besitzen je 48 Chromosomen. Dieser Unterschied ist ein großer Mutationssprung. Frühere Wissenschaftler versuchten, die Trennung aus Befangenheit ohne Belege möglichst früh zu sehen. Heute bestätigen sich diese Vermutungen durch Funde. Allerdings wird die Ausbreitung des Menschen in andere Weltregionen durch Funde immer früher belegt. Auch die englischen Wissenschaftler die letztens die genetische Verwandtschaft des Neandertalers mit den heutigen Menschenpopulationen verglichen sind nicht frei von Vorurteilen. Sie meinten aus statistischen Unterschieden die Trennung des Neandertalers von der Restpopulation des Menschen auf 600.000 Jahre festlegen zu können. Da schon 800.000 Jahre alte Funde des Frühmenschen gefunden wurden, haben sie aber selbst den Beweis erbracht, das der Neandertaler durch Vermischung bzw. durch Gendrift genetischen Einfluss auf den heutigen Menschen genommen hat. Tatsächlich sind die ersten Menschen schon vor mindestens 800.000 Jahren in Europa gewesen. Weitere Funde können diesen Zeitraum vielleicht noch weiter vorverlegen. Die stärkere Übereinstimmung kann ja nur durch Gendrift und Vermischung erklärt werden.

Über Osteuropa hat es nie eine absolute geografische Barriere gegeben. Die "Südeuropäer" haben nie zum "klassischen Neandertalertyp" gehört. Die heute noch lebenden "Altschichtrassen" der afrikanischen Pygmäen und der Negritos der Andamanen (Die Andamanen sind eine indische Inselgruppe, südlich von Bangladesch im Golf von Bengalen.) unterscheiden sich wesendlich stärker vom meistverbreiteten homo sapien sapiens Typ, als der klassische Neandertaler. Durch sie verzehnfacht sich die genetische Varianz des Menschen! Die Negritos der Andamanen besitzen sogar einen Greiffuß. Wenn dies nicht eine späte Wiedererwerbung ist, würde dieses Erbmerkmal sogar auf eine Besiedlung Asiens durch frühe Australopethicinen deuten. Die Geschichte der Menschheitsgeschichte könnte sich nach logischen Gesichtspunkten auch ganz anders abgespielt haben, als es heute überwiegend angenommen wird. Die sehr weitgehende und doch unvollständige Isolierung zwischen Asien und Afrika eignet sich zur Artaufspaltung wesendlich besser, als die Lebensräume innerhalb Afrikas. So könnten sich z.B. die Dryopithecinen (Der Dryopithecus ist ein etwa neun bis zwölf Millionen Jahren lebender Menschenaffe. Neben dem Proconsul ist er einer der aussichtsreichsten Kandidaten als Missink Link zwischen Menschenaffen und den tatsächlichen Hominiden (Menschen).) erst einmal in eine asiatische und eine afrikanische Variante aufgespalten haben. Die afrikanische Variante könnte aus Pongiden bestanden haben. Die letzte Einwanderung hätte die Hominiden nach Afrika gebracht, während sich die in Asien verbliebenen Dryopithecus-Nachfahren zu Gigantipecus entwickelt hätten, welcher dann vor 500.000 Jahren von Homo-Erektus ausgerottet wurde.

Der erste nachgewiesene Hominide war Ramapithecus. Aus Ramapithecus entwickelten sich die Australopithecinen und aus ihnen vor etwa 1 Millionen Jahre Homo Erectus. Die Wissenschaft ging bisher davon aus, das sich vor etwa 1 Millionen Jahren der Homo Erektus von Afrika nach Asien ausbreitete. Vor kurzem wurden jedoch in Georgien 1,8 Mill. Jahre alte Schädel von Frühmenschen gefunden. Heute hat man in China schon über 2 Millionen Jahre alte Menschenreste gefunden. Dies bedeutet, das Giganthepecus und Homo Erektus bzw. Australopithecus mindestens 1.500.000 Jahre zusammen in Asien gelebt haben. Sie beweisen eine frühere Ausbreitung des Homo-Erektus, bzw. von Australopethicinen nach Asien oder umgekehrt nach Afrika.

Auch hier gibt es einen für mich eigentlich unverständlichen Streit unter den Wissenschaftlern. Es ist umstritten, ob die heutigen Mongoliden von dem frühen Homo-Erektus-Asiens abstammt, oder von späteren Einwanderern aus Afrika. In Wirklichkeit stammen sie von beiden ab, d.h. die Basis sind die frühen Einwanderer, die durch späte Einwanderer und Gendrift genetisch beeinflusst wurden. Wahrscheinlich sind die Negritos z.B. der Andamanen noch am ursprünglichsten "asiatisch". Die Erbmerkmale der Negritos lassen sich bei den Indonesiern deutlich feststellen. Negritos und prämongolide Einwanderer aus dem heutigen Süd-China haben sich überall in Südostasien vermischt. In Australien lassen sich die Neandertalermerkmale bei den Aborigenes klar feststellen. Wie in Amerika haben vor der europäischen Einwanderung 3 Einwanderungen nach Australien stattgefunden. In geschichtlicher Zeit lassen sich Genneukombinationen, die gleichzeitig zu einer Angleichung des menschlichen Genpools führten gut nachweisen. Vor 5.000 Jahren wanderten sprachliche Indogermanen aus dem Iran nach Indien ein. Sie hatten auch Merkmale aus dem Kaukasus. Die Mediteranen Erbmerkmale überwogen. Sie kombinierten ihre Erbmerkmale mit der "drawidischen Bevölkerung" Indiens. So drangen die mediterranen Erbmerkmale und auch geringe Anteile kaukasischer Erbmerkmale auch bis nach Hinterindien/Indochina.
 
Die Region an Lahn u. Dill war als Randgebiet der warmen u. fruchtbaren Wetterau schon früh in der Steinzeit besiedelt und nahm schon in der Steinzeit viele Einwanderungsschübe auf. Als erster besiedelte der Homo Erectus vor etwa 800.000 Jahren Europa. Er entwickelte sich in Mitteleuropa während der letzten Eiszeiten zum typischen Neandertaler. Es handelte sich nur um eine regionale Variante des Menschen ("Rasse"), nicht um eine eigene Art wie von manchen, auch Wissenschaftlern, verbreitet wird. Das die Erbanlagen der späteren Einwanderer stark dominieren, darf nicht zu einer absoluten Aussage führen, der Neandertaler wäre von den späteren Einwanderern ausgerottet worden, ohne durch Vermischung in der späteren Bevölkerung fortzuleben. In Karmel in Palästina wurden am gleichen Fundort in derselben Zeit datiert präneanthrope, cromagnide und Mischformschädel gefunden. 2 Populationsgruppen haben nebeneinander gelebt und sich auch vermischt.  Die Frage, wann sich die heutigen "Rassen des Menschen" gebildet haben, ist durch die Ergebnisse der modernen Populationsgenetik überholt worden. Nach der Ausbreitung des Homo Erektus bildeten sich weltweit regionale Varianten, zwischen denen aber über Wanderungen und langsamer "Gendrift" ein genetischer Austausch erhalten blieb.

"Säugetiere", mit der Generationenfolge des Menschen brauchen mehrere Millionen Jahre und eine vollständige Isolierung um eine Artaufspaltung zu ermöglichen. Diese Isolierung der Regionen gab es später immer weniger, die Bewegungsgeschwindigkeit erhöhte sich dauernd. Die Ausbreitung des Menschen kann schon sehr früh erfolgt sein. Es ist nicht belegt, ob Varianten des Australopithecus die Urwaldgebiete Afrikas bzw. Buschland als Übergangsgebiet bevölkerten. Im Regenwald halten sich auch Knochen kaum. Mineralien sind so selten, das z.B. viele Tiere jede Möglichkeit nutzen Mineralien aufzunehmen. Letzteres ist sehr wahrscheinlich. Man kann doch nicht behaupten, mehrere Australopeticinen-Varianten wären automatisch mehrere Arten im biologischen Sinn. Sollten Australopethicinen schon vor 2 Millionen Jahren nach Asien gekommen sein, können sie durch spätere Zuwanderungen und Gendrift den genetischen Anschluss an die restliche Menschheitspopulation gehalten haben. Die Ausgrabungen in Asien gehen weiter. Die Urmenschen haben nicht nur in Höhlen gelebt, aber dort können Überreste ausgegraben werden, weil Knochenreste vor Witterungseinflüssen und Raubtieren geschützt sind. Außerdem sind die potenziellen Fundorte in Höhlen bekannt. Die Urmenschen haben mit Abfällen den Höhlenboden immer höher anwachsen lassen. Je weiter in den Höhlen ausgegraben wird, desto älter werden also die Funde.
 
Zur Ergänzung der archäologischen Funde und genetischen Untersuchungen kann auch die heutige Situation und Ergebnisse aus der Sprachforschung herangezogen werden.
 
Wir wissen vom heutigen Menschen, das eine starke Variabilität im Aussehen nicht die Zugehörigkeit zu einer Art ausschließt. Europa und Nordasien konnten erst vor etwa 800.000 (Vielleicht auch 1 Mill.) Jahren besiedelt werden, als der Mensch durch Verwendung von Feuer, Hütten und Fellkleidung kältere Klimazonen bewohnen konnte. Letztlich kann man aber nicht ausschließen, das dieser Schritt auch schon etwas früher vor sich ging. Dazu sind die Funde aus diesen Zeiten leider zu selten und zufällig. Vor 50.000 und 30.000 Jahren gab es neue Einwanderungen aus Nordafrika und Vorderasien nach Europa. Der Typus des Homo sapiens sapiens, bzw. neue Mischtypen verdrängten ältere Typen. Es war nirgendwo auf der Erde eine vollständige Ausrottung, bis auf die wahrscheinliche Ausrottung von Giganthepecus, der (nach dem heutigen Kenntnisstand, leider ohne genetische Verwandtschaftsuntersuchung) schon eine eigne Art darstellte, die auch bei einer Mischung zumindest keine fruchtbaren Nachkommen mit Homo Erektus hinterlassen konnte. Gerade der Mensch neigt mit seiner ausgeprägten Sexualität nicht zur Abgrenzung. Dies zeigt sich z.B. auch auf den Andamanen, wo die Urbevölkerung wahrscheinlich auch schon vor Jahrhunderttausenden (vielleicht schon 1 Millionen Jahre) von den anderen Menschen isoliert waren und sich jetzt mit den indischen Kolonisten mischen. Durch Vermischung und Selektion entstanden immer wieder neue regionale Varianten des Menschen, so auch in Europa.
 
Die Funde von Resten des Gigantopithecus wirft ganz besondere Probleme auf. Seine systematische Stellung ist letztlich noch nicht übereinstimmend geklärt. Er wird heute manchmal als Gorillavariante eingestuft, oft jedoch als ein Australopithecus. Die herrschende Ansicht ist heute, das es sich um eine weitere Form zwischen Gorilla und Homminiden handeln würde. Doch wenn ein Gigantophitecus, wie auch immer eingestuft, die ostafrikanische und vorderasiatischen offnen Flächen (viele tausend km) hätte überwinden können, hätte es ein homminider Australopethicine auf jeden Fall gekonnt, dies spricht für die Australopithecustheorie. Die Annahmen für Besiedlungszeiten müssten ganz anders vorgenommen werden. Die Seltenheit solcher Funde in Asien lässt noch viele Überraschungen erwarten. (eigne Stellungnahme: z.B. eine Besiedlung Asiens durch den Australopithecus bzw. andrer Formen des Australophithecus, möglicherweise schon vor mehr als 1,8 Millionen Jahren). Der Gigantopithecus soll vor 500.000 Jahren durch den Homo Erektus (pekinensis) ausgerottet worden sein, welcher ihn jagte, bzw. mit ihm Krieg führte.

Die Nacktheit des Menschen ist ein besonderes Rätsel. Es wird vermutet, das eine Teilpopulation des Menschen am und im Meer lebte und deshalb die Haare am Körper verlor und ein für Wasserbewohner typisches Unterhautfettgewebe entwickelte.

Die Region um Wetzlar war vom Klima so begünstigt, das es auch vor 50.000 Jahren in der Würmeiszeit von Menschen besiedelt blieb. Vor etwa 8.000 Jahren wanderten Bauern vom Balkan in andere Teile Europas ein. Die neue Kultur/Ernährungsweise führte zu einem stärkeren Bevölkerungszuwachs und zu Sesshaftigkeit. Sesshaftigkeit war eine Voraussetzung für viele neue kulturelle Entwicklungen, z.B. natürlich des Siedlungsbaus. Vor 17.000 Jahren wurde der nördliche Wolf zum Hund domestiziert. Er wurde Helfer bei der Jagd und dem Hüten von Herden. Die Domestizierung von Rindern, Schafen und Ziegen war als lebende Vorratshaltung begonnen worden. Oft setzte sich eine gemischte Wirtschaftsweise durch. Neben der Bewirtschaftung von Feldern wurde noch gejagt und gefischt und Haustiere gehalten. Bergwerke zur Gewinnung von Salz und Feuerstein gab es schon früh. Später kam noch die Gewinnung von Metallen hinzu.

Die Besiedlung der offnen Savannen hat besondere Anforderungen an die Hominiden gestellt. Sie richteten sich zum Zweibeiner auf. Die Hand wurde frei für den Werkzeuggebrauch. Er konnte schneller laufen, als mit Abstützen durch die Hände. Die Intelligenzentwicklung wurde forciert, statt besondere Körpermerkmale, z.B. nahm die Gebissgröße sogar ab, weil er seine Gegner oder Beute nicht mehr beißen brauchte. Die Entwicklung des Menschen ist durch eine "Verkindlichung" bis ins hohe Alter geprägt, nicht nur durch die extrem verlängerte Kindheit. Die Verkindlichung erleichterte die Zunahme des Gehirns und die Vergrößerung der Neugier.

Vor etwa 400.000 Jahren haben Menschen begonnen Werkzeuge auch aus Geweihen und Knochen statt nur aus Stein herzustellen. Eine wichtige Entwicklung war natürlich die Verwendung des Feuers zum wärmen, garen, Räuchern und Trocknen von Lebensmitteln. Auch die Holzsperrspitzen wurden im Feuer gehärtet. Dies ermöglichte das Vordringen des Menschen in kältere Regionen der Erde. Während einer Eiszeit vor 40.000 Jahren sank der Meeresspiegel so, das auch Australien und Amerika besiedelt werden konnten. Vor 2000 Jahren eroberten die Mikronesier (nördlich von Australien) und Polynesier (östlich von Mikronesien) dann mit ihren Schiffen die Inseln des Pazifiks, Madagaskar und Neuseeland. Seit der Jungsteinzeit haben sich die Umweltbedingungen des Menschen und damit die Selektionsbedingungen sehr verändert. Der heutige Mensch wurde in der Altsteinzeit geformt. Ab der Jungsteinzeit bestimmt der Mensch seine Umwelt sehr stark selbst. Die Bevölkerungsdichte hat mit dem Ackerbau auch sehr stark zugenommen. Sehr wahrscheinlich ist auch eine Auflösung der sogenannten Menschenrassen. Seit dem Ende der Altsteinzeit hat die Mobilität stark zugenommen, z.B. durch die Domestizierung von Reittieren bis heute, mit der Verwendung von Flugzeugen. Besondere Erfindungen habe dann auch eine starke Völkerwanderung ausgelöst und diese führten zu Vermischungen.

So die Eisenverwendung der Indogermanen. Der Schiffsbau hat die Besiedlung Amerikas, Australiens und Polynesiens ermöglicht. Die Rassenauflösung ist in den USA, der Karibik, Sibirien und Südafrika schon sehr fortgeschritten. Die bisherigen Populationsgruppen waren in einer isolierten Situation als Anpassung an eine Umweltsituation entstanden. Es war aber immer nur eine relative Isolation auf Zeit. In dieser Zeit ohne größere Wanderungsbewegungen wirkte weiter die Gendrift. Solche starken Mischungsvorgänge hat es schon früher in Indien und Südostasien gegeben. Auch die Einwanderung des Chro-Magnon*-Menschen nach Europa ist ein Beispiel dafür, das von Zeit zu Zeit auch starke Gen-Neukombinationen vorkamen, welche zu einer Angleichung des Genpools in der Gesamt-Menschheitspopulation führten. Weitere Beispiele sind die Ausbreitung der Araber über Nordafrika und der Bantus über fast ganz Afrika südlich der Sahara, jeweils in den letzten 2000 Jahren. Oft war es eine Kettenreaktion von Völkerwanderungen. So wurde die Westausbreitung der Araber durch die indogermanische Ausbreitung (Eroberung Anatoliens durch die Hethiter) mit ausgelöst. Die Araber (Hyksos) hatten hierfür die Waffentechnologie der siegreichen Hethiter übernommen.

*wikipedia schreibt zum Cromagnon: Das Ob und Wie das Zusammentreffens des Cromagnon mit dem Neandertaler in Europa und dem Vorderen Orient ist Gegenstand zahlreicher Theorien. Eine Vermischung beider Arten wird heute aufgrund genetischer Untersuchungen überwiegend ausgeschlossen. Bereits 5.000 Jahre früher als in Mitteleuropa sind im Nahen Osten die typischen Merkmale der neuen Kulturstufe feststellbar. Unzweifelhaft drangen die modernen Menschen (die Cromagnon) während der letzten, kältesten Phase der letzten Eiszeit (Würm) aus dem Nahen Osten kommend nach Europa ein und überstanden dort auch das Temperaturminimum vor 20.000 - 18.000 Jahren, während die Neandertaler vor 30.000 - 24.000 Jahren verschwanden.
 
Den Begriff des Homo sapiens "sapiens" (doppelt) halte ich für quatsch. Sollte dieser Begriff auf alle heute lebenden Menschen angewendet werden, kann damit nicht erklärt werden, warum heute lebende Altschichtpopulationsgruppen sich stärker oder vergleichbar von anderen Populationsgruppen unterscheiden, als z.B. der Neandertaler, welcher nicht als sapiens-sapiens bezeichnet wird. Richtig ist doch die Feststellung, das sich die Hominidenentwicklung das letzte mal entweder vom Schimpansen oder vom Giganthipecus als Art abspaltete. Interessant wäre hier ein genetischer Vergleich, wie er vor kurzem zwischen dem Neandertaler und heute lebenden Hominiden vorgenommen wurde. Alle späteren Variationen waren nie so vollständig isoliert, das es noch einmal zu einer Artabspaltung gekommen wäre.